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Von Paradoxien zu Fortschritt: Die Transformation globaler Lieferketten durch fortschrittliche Nachhaltigkeitsgesetze

Research output: Chapter in Book/Report/Conference proceedingChapter

Abstract

Nachhaltigkeits- und Sorgfaltspflichtengesetze sollen Menschenrechtsverletzungen in globalen Lieferketten reduzieren und transformative Veränderungen bewirken. Sie agieren jedoch in einem komplexen Umfeld, in dem ökonomische Ziele oft Vorrang vor sozialen und ökologischen Aspekten haben. Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen diesen Prioritäten mit Fokus auf das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Es zeigt, dass das LkSG zwar Fortschritte bringt, jedoch primär auf die Vermeidung offensichtlicher Missstände ausgerichtet ist. Um Nachhaltigkeitsparadoxe wirksam zu bewältigen, sind weitergehende Reformen erforderlich. Zudem werden Konflikte zwischen internationalen Regulierungen beleuchtet, die Unternehmen vor Herausforderungen stellen und potenziell nachteilige Folgen für betroffene Gemeinschaften haben können. Abschließend wird argumentiert, dass Nachhaltigkeitsgesetze über Risikominimierung hinausgehen und aktiv positive soziale und ökologische Veränderungen fördern sollten. Das Konzept regenerativer Lieferketten wird als zukunftsweisender Ansatz für die Weiterentwicklung der Gesetzgebung diskutiert.
Original languageGerman
Title of host publicationVon Freiwilligkeit zur Verpflichtung
Subtitle of host publicationSozial-ökologische Transformation in den Lieferketten der deutschen Industrie?
PublisherSpringer
Pages63-89
Number of pages27
ISBN (Electronic)9783658472603
ISBN (Print)9783658472597
DOIs
Publication statusPublished - 12 Jul 2025

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